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Neugersdorf. Das neue Depot für die Freiwillige Feuerwehr Neugersdorf ist der spannendste und teuerste Teil der Finanzplanung der Stadt – stellt Bauamtsleiter Matthias Lachmann fest. Zwei Millionen Euro will Ebersbach-Neugersdorf für das neue Depot ausgeben. Es soll auf einer freien Fläche zwischen Hauptstraße und Hohe Straße in Neugersdorf entstehen.

Die Spreequellstadt hatte drei Planungsbüros aus der Region zu einem Planungswettbewerb eingeladen. Alle haben am Montag im Technischen Ausschuss unter reger Teilnahme von Kameraden aus der Wehr ihre Vorschläge unterbreitet und erläutert, wie sie sich das neue Depot vorstellen. Anhand von Zeichnungen und Bildern haben sich die Mitglieder des Ausschusses ein klares Bild von den Entwürfen machen können. Alle Planer sind im Vorfeld in Neugersdorf gewesen und haben sich die Gegebenheiten vor Ort angesehen.

Eine dicke Schneedecke haben sie zum damaligen Zeitpunkt dabei vorgefunden. Ein Planungsbüro hat sich sogar mit der Historie der Fläche beschäftigt und herausgefunden, dass es dort neben einer Bebauung auch ein kleines Gewässer gegeben haben muss. Nach der Präsentation hatten die Feuerwehrleute Gelegenheit, ihre Meinung zu den Entwürfen zu äußern. Schnell wurde klar, dass da wahre Fachleute im Publikum sitzen, die ganz konkrete Anforderungen an das neue Depot und die Planer haben. Bemängelt wurde unter anderem bei einem Entwurf, dass Umkleideräume für die Kameraden und Räume zur Aufbewahrung von Atemschutztechnik zu klein bemessen sind.

So ist es kein Wunder, dass auch etliche Feuerwehrleute in einer Arbeitsgruppe mitarbeiten, die jetzt über die Entwürfe beraten wird. Ihr gehören außerdem Vertreter aus dem Bauamt und dem Hauptamt sowie aus dem Sachgebiet Ordnung und Sicherheit an. Bürgermeisterin Verena Hergenröder (parteilos) lässt es sich nicht nehmen, ebenfalls in dieser Arbeitsgruppe mitzuwirken. Das hatte sie übrigens auch für das Gremium angekündigt, das über die Entwürfe für die Neugestaltung der Fläche des ehemaligen Ebersbacher Kretschams befindet.

Die Arbeitsgruppe bereitet eine Empfehlung für den Stadtrat vor. Der muss dann entscheiden, was gebaut wird. Eins ist jedoch bereits jetzt klar: Die geplanten zwei Millionen Euro werden nicht reichen. Zwischen 2,6 und 2,7 Millionen Euro veranschlagen die Planer für den Neubau. Wobei jedes Büro weniger Kosten durch Optimierungen in Aussicht stellt. Als kostentreibend hatten sich bei allen Entwürfen die Forderungen der Stadt zum Einsatz von alternativen Energien erwiesen.

Zu den von der Stadt vorgegebenen Kriterien der Entwürfe gehörten neben der Bausumme unter anderem auch sechs Stellplätze für Feuerwehr-Fahrzeuge in einer Halle, eine Waschhalle, Sanitärbereiche, Schulungsräume, Umkleideräume, eine Teeküche, Büro- und Abstellräume sowie ein Parkplatz für 37 Pkw. Außerdem fordert die Stadt hohe Energieeffizienz.

Die drei Planungsbüros – L10 Architekten aus Dresden, Bauplanconcept aus Neukirch und das Planungsbüro Schubert aus Radeberg – haben unterschiedliche Erfahrung in der Planung von Einrichtungen für die Feuerwehr. Das Dresdener und das Neukircher Büro haben schon häufig Rettungswachen und Feuerwehr-Gerätehäuser geplant, das Radeberger Büro etwas weniger.

Die Entwürfe der Planer sind recht unterschiedlich. Die einen planen die Zu- und Abfahrt an der westlichen Ecke des rund 4 000 Quadratmeter großen Grundstückes auf die Hauptstraße, während die anderen Planer die Zu- und Abfahrt für Autos von der Hohen Straße aus vorsehen und die Auffahrt auf die Hauptstraße den Feuerwehrautos vorbehalten bleibt. Die Anordnung der Bereiche im Depot sehen die Planer ebenso unterschiedlich vor wie die Platzierung der Gebäude auf dem Grundstück. Die Entwürfe sollen an den Bekanntmachungstafeln der Stadt ausgehängt werden. Bis zum Jahresende soll die Planung abgeschlossen sein. „Wenn alles gut läuft, könnte Ende 2018 Baustart für das Depot sein“, sagte Lachmann in der Ausschusssitzung. Er rechnet mit zwei Jahren Bauzeit.

(Quelle: SZ-Online)