Die Chronik in Zahlen

Unsere historische Holzkastenpumpe

Holzkasten- und Handdruckspritze

Das Gründungsjahr im Turnverein “Amicitia” (lateinisch: Freundschaft) im Jahre 1862 kann gleichzeitig als Gründungsjahr der Feuerwehr angesehen werden. Am 18. August 1863 wurde vom Turnverein ein offizieller Antrag zur Bildung einer Feuerwehr gestellt, für welche am 23. Oktober desselben Jahres ein Statut entworfen wurde. Dieses übernahm auch der Turn- und Rettungsverein von Alt- und Neu-Gersdorf.

Chronik in Zahlen

1864 Zum Schießfest zog der Turnverein das erste Mal mit der Feuerwehr gemeinsam zur Schießwache auf.
1866 Am 30. August ist ein Statut mit 5 Paragraphen für die Spritzenmannschaft zu Alt- und Neu-Gersdorf aufgestellt worden.
1873 Am 4. Februar trennte sich die Feuerwehr zum gegenseitigen Vorteil vom Turnverein. Von nun an konnte sich die Feuerwehr frei enfalten.
1875 Am 15. Oktober hatten die Gemeinden von Alt und Neugersdorf einen Requistenbestand von: 1 Zubringer, 200 Meter Schlauch, 2 große Kastenspritze mit 110 Meter Schlauch, 2 kleine Kastenspritzen ohne Schlauch, 1 zweirädriger Gerätewagen, 4 Buchersche Feuerlöschdosen, 24 Wassereimer
1880 In der Zeit von 1880 bis 1902 sind zwei neue Spritzen angeschafft, und eine dritte ist aus dem Verkauf von drei alten erworben worden. Die älteste Handdruckspritze stammte aus dem Jahr 1873
1884 Am 1. Juni wird der Feuerwehrmann Karl August Reichelt beim Einsatz von einem herabfallenden Balken getroffen. Der Tod trat sofort ein.
1886 wurde der 1. Verbandstag der Sächsischen Feuerwehren in unserem Ort abgehalten.
1891 Am 29. Januar wurden 2 zweirädrige Abprotzspritzen von der Firma E.C. Flader aus Jöhstadt gekauft.
1898 Der Steigerturm an der Fuchsstraße wurde am 09. Oktober eingeweiht
1902 am 26. bis 31. Juli stellte unsere Wehr eine täglich 15 Mann starke Feuerwache während des Jacobimarktes.
Die Feuerwehrleute erhielten als Ausrüstung: Helm, Bluse, Gurt, Leinen und dergleichen. Für alles andere, wie Schuhwerk und Hosen, kamen sie selbst auf.
In ganz Neugersdorf waren 8 Spritzen vorhanden, welche bei Feuer in Tätigkeit traten.
1904 Am 9. Oktober beteiligten sich 28 Kameraden an der Bismarckturmweihe.
1907 Am 3. Juli besuchte Seine Majestät Friedrich August, König von Sachsen, Neugersdorf, 80 Kameraden waren zu gegen.
1918 Am 8. September wurde eine Inspektion der Wehr bei der Wachtschenke abgehalten. Dabei wurde eine Prüfung der Spritzen sowie ein Sturmangriff durchgeführt. Unsere Wehr bekam die Zensur “sehr gut”.
Im ersten Weltkrieg von 1914 bis 1918 sind 16 aktive Feuerwehrkameraden auf dem Feld der Ehre gefallen oder in Lazaretten gestorben.
1920 Am 24. Januar wurde zur Unterstützung bedürftiger Kameraden und Hinterbliebener eine “Wilhelm Neumann Stiftung” mit einem Stammkapital von 3000 Mark ins Leben gerufen.
1923 Im Jahr der Inflationszeit wurde die Spritzenpämiere für die erste Brandstelle erschienene Spritze 30.000 bzw. 25.000 Mark gezahlt.
1927 Am 6. Juli wurde auf dem Verbandstag in Leutersdorf festgelegt, das Automobilspritzen bei Bränden auch für den Fahrzeugverkehr verbotene Wegen fahren können.
1928 Es wurden die ersten Gedanken zur Errichtung einer Schleifenanlage erhoben.
1932 Am 14. September ist die erste Schleifenanlage für 42 Feuerwehrkameraden fertig gestellt worden. Die war die Geburtsstunde des Alarmzuges.
1933 Die Feuerwehr Neugersdorf erhielt ihr erstes Mannschaftsfahrzeug mit Hydrantenwagen.
1934 In diesem Jahr fand der erste Kurs des Reichsluftschutzes und der Beitritt zum Reichluftschutzbund der Ortsgruppe Neugersdorf statt.
1935 Am 06. April wurde von der Firma Olbrich in Großschönau eine 600 Liter Motorspritze Marke “Olbina” angeschafft.
Ein LKW der Marke OPEL ist zu einem Feuerwehrauto umgebaut worden.
1936 Von den Kameraden des 2. Bezirkes wurde ein Motorspritzenzug gegründet.
Laut eines Runderlasses fand am 8. Mai eine Neugliederung unserer Wehr in 4 Löschzüge statt.
Am 10. September wurde der Steigerzug aufgelöst und den Löschzügen zugeteilt.
Am 21. Dezember bekam unsere Wehr eine Mechanische Ganzmetallschiebeleiter von der Firma METZ, Abnahme und Prüfung war am 20. Februar 1937
1938 Am 23. November wir das neue Feuerlöschgesetz herausgegeben. In diesem wurde die Feuerwehr in die Polizei eingeliedert und trägt den Namen “Feuerlöschpolizei”
Am 3. Dezember wurde ein Propagandamarsch mit Beteiligung aller Wehren nach Georgswalde in der Tschechoslowakei durchführt.
1939 Für den Luftschutz wurden Sirenen installiert. Sie dienten zu Alamierung der Feuerwehr und Bevölkerung.
1941 Am 16. August wurde eine Jugendgruppe aufgestellt.
1943 17. August, ein Löschfahrzeug “LLG-Leichtes-Lösch-Gruppenfahrzeug” der Marke Daimler-Benz wird an unsere Wehr übergeben.
1945 Während des Brandes bei der Firma Reimann und Sohn ist das “Leichte- Löschgruppenfahrzeug (LLG 8)” aus dem Depot auf der Fuchsstraße gestohlen worden.
Nach dem Krieg wurden die Löschzüge wieder in Bezirke umbenannt, welche bis 1956 bestanden.
1949 Ein neuer Jugendzug unter Leitung des Kameraden Siegfried Speer wurde aufgestellt.
Gründung des Spielmannszuges. Erster Leiter war Kamerad Roland Schuster.
1951 Der erste öffentliche Auftritt des Spielmannszuges zum Feuerwehrball im Kretscham “Stadt Zittau” in Neugersdorf.
1952 Am 20. und 21. September beging die Feuerwehr ihr 90-jähriges Bestehen.
1953 Im Oktober wurde ein MAGIRUS LF 15 mit Außenschaltung Baujahr 1928 dem Kreispolizeiamt zugeführt, die Bremsanlage war nicht in Ordnung.
1955 Am 29. März erfolgte die Berufung als Stützpunktfeuerwehr im Kreis Löbau.
Am 8. Dezember wurde das Kommando Feuerwehr in Löbau dür die Ausbildung und Betreuung der Freiwilligen Feuerwehren verantwortlich.
1956 Kamerad Herrmann Lewandowski jun. übergab aus Altersgründen den 1. Bezirk an Kamerad Friedhart Proft.
Am 15. Juni wurde Kamerad Hans Schubert vom Kreispolizeiamt als neunter Wehrleiter eingesetzt. Als seine Stellvertreter für Schulung uns Ausbildung wurde Kamerad Oskar Friedrich, als Stellvertreter für vorbeugenden Brandschutz Kamerad Walter Reichelt, eingesetzt.
Den 2. Zug (örtliche Löschreserve) übernahm Kamerad Richard Proft.
Neuer Leiter der Jugendgruppe wurde Kamerad Werner Häntsch
Ab 1. Januar ging das Inventar der Feuerwehr in das Eigentum der Räte der Stadt und der Gemeinden über.
1957 300-Jahrfeier unserer Stadt mit dem Spielmannszug, den Handdruckspritzen und einem aufgebauten Festwagen wurde an dem historischen Festzug teilgenommen.
1959 Am 1. Januar wurde Kamerad Friedhart Proft kommissarisch als Zugführer des 1. Zuges eingesetzt.
Kamerad Wolfgang Heinze wurde am 1. Mai kommissarisch als Zugführer des 2. Zuges eingesetzt.
In Eigenleistung wurde im Depot an der Fuchsstraße eine Fahrzeuggrube eingebaut.
Auf der Kreisdelegiertenkonferenz der Freiwilligen Feuerwehren des Kreises Löbau wurde unsere Wehr als beste Wehr des Kreises ausgezeichnet und prämiert.
1961 Zwecks ordnungsgemäßer Unterbringung des neuen LF 16/S 4000 war ein Erweiterungsbau am Feuerwehrdepot an der Fuchsstraße nötig.
1962 Am 20. Januar nahmen 29 Kameraden am Großeinsatz im Nationalen Aufbauwerk (NAW) zur Renovierung am Hotel “Stadt Zittau” teil.
Am 8. April verstarb der Oberfeuerwehrmann Martin Reichboldt an den Verletzungen, die er sich beim Brand am 27. März zugezogen hatte.
Am 10. Dezember wurde ein Fahrer vom Dienst für jeweils eine Woche eingeteilt. Dies war der Grundstein für das “Diensthabende System” unserer Wehr.
1964 Es wurden Rekonstruktionsmaßnahmen, durch Aus- und Umbauten, auf dem Depot in der Fuchsstraße durchgeführt.
1965 37 Kameraden sind an der Weckerschleife angeschlossen. Außerdem stehen noch 5 Sirenen zur Verfügung.
Erringung des DDR-Meistertitels in der 4×100 Meter Feuerwehrstafettel am 4. Juli in der Berliner Wulheide durch die Kameraden Klaus Döring, Axel Thomas, Ludwig Gauder, und Willfried Speer

Die DDR-Meister im Feuerwehrsport

1966 Am 1. Januar gab der Stellvertreter für vorbeugenden Brandschutz, Kamerad Walter Reichelt, aus gesundheitlichen Gründen seine Funktion an den Kameraden Roland Schuster ab.
Neu Strukturen in der Freiwilligen Feuerwehr, sie wurden eingeteilt in: 1. Zug (Alarmzug – Weckerschleife), 2. Zug (örtliche Löschreserve), Brandschutzgruppe (Vorbeugender Brandschutz) und die Fraugruppe (Vorbeugender Brandschutz)

Die Frauengruppe

1967 Freundschaftsvertrag mit der Feuerwehr in Jirikov/ CSSR
14. März, Vertrag zwischen dem Rat der Stadt und dem VEB Buntweberei und Färberei zur Ausrückbereitschaft der Betriebsfeuerwehr des Werkes 1.
1969 Die Zuerkennung des Titels “Freiwillige Feuerwehr der Leistungsstufe 1″ erfolgte am 23. August.
Am 16. September haben sich die Wehrleiter zusammen gefunden. Es wurde eine Zusammenarbeit der betrieblichen und örtlichen Brandschutzorgane angestrebt und im November eine gemeinsame Leitung gebildet.
1970 Am 25. September übernahm Kamerad Friedhart Köhler den Jugendzug.
Die Wehr erhält die “Medaille dür Verdienste im Brandschutz”
1972 Der Umbau der Helzel-Garagen zum heutigen Depot begann am 11. November

Depotbau

Am 28. August bekam die Feuerwehr die ersten 2 Handfunkgeräte.
1974 Am 6. Oktober war die Übernahme des neuen Depot an der Hohen Straße.
1975 1. Januar, es tritt ein neues Brandschutzgesetz in Kraft. Aufnahme des wöchentlichen Diensthabenden System für Offizier und Gruppenführer vom Dienst und die Fahrer vom Dienst.
1978 Das Gerätehaus des ehemaligen 4. Bezirkes am Beerberg musste geräumt werden.
Kamerad Axel Thomas löste den Stellvertreter für Einsatz und Ausbildung, Kamerad Oskar Friedrich, am 15. Dezember ab.
Kamerad Friedhart Köhler übergibt den Jugendzug an Kamerad Klaus-Peter Thomas am 15. Dezember
1979 Am 29. September erfolgte die Zuerkennung des Titels “Vorbildliche Freiwillige Feuerwehr”
1982 Vom 17. bis 18. Juli das 120-jährige Feuerwehrjubiläum wird als Form eines Depotfestes abgehalten.
1983 Unsere Wehr wurde am 14. März laut “Ministerium des Inneren” als Stützpunktfeuerwehr deklariert.
Am 28. April erfolgte der erste Aushub der Gründung für eine Unterstellhalle. Die Einweihung erfolgte am 22. Juli zu Beginn des Jacobimarktes.
1984 Am 01. Oktober ging die Dienstzeit der mechanischen “Metzleiter” Schiebeleiter aus dem Jahr 1936 zu Ende.
07. Oktober der Spielmannszug erhält erstmals den Titel: “Herausragendes Volkskunstkollektiv”
1986 Verleihung der Medaille “Ehrenzeichen für hervorragende Leistugen im Brandschutz” durch den Minister des Inneren und Chef der Deutschen Volkspolizei.
1987 Kamerad Jürgen Kriegel übernahm von Kamerad Friedhart Proft die Funktion des Stellvertreters für Technik und Versorgung.
1990 Am 25.Mai wurde beschlossen, dem Kreisfeuerwehrverband beizutreten.
1991 bekamen wir aus der Bundesreserve eine nagelneue LF16/12 Kat. auf Mercedes zur allgemeinen Nutzung, welche am 07. April 1998 an uns übereignet wurde
07.-09. Juni der Spielmannszug fährt mit der alten Technik gen Westen zu unserer Partnerwehr in Gründau-Lieblos zum 75-jährigen Bestehen der dortigen Feuerwehr.
1992 Eine neue Feuerwehrsatzung tritt am 25. Januar in Kraft.
Durch den plötzlichen Tod des Wehrleiters Kamerad Hans Schubert am 18.03.1992 setzte Bürgermeister Herr Krannich, Kamerad Axel Thomas kommissarisch zum Wehrleiter ein, Als 1. Stellvertreter wurde Kamerad Jürgen Kriegel und 2. Stellvertreter Kamerad Ralf Klippel eingesetzt.
Die erste freie Wahl, lt. neuer Feuerwehrsatzung, für Wehrleitung und Feuerwehrausschuss fand am 26. April statt. Zum Wehrleiter wurde Kamerad Axel Thomas, zum 1. Stellvertreter Kamerad Jürgen Kriegel und zum 2. Stellvertreter Kamerad Ralf Klippel gewählt. Für den Feuerwehrausschuss wurden die Kameraden Klaus Ellger, Gotthart Hänsel, Wolfgang Heinze, Jens Schneider, Roland Schuster und als Schriftführer Rudi Ungermann gewählt.
Im Juni wurden die ersten Alarmmeldeempfänger ausgegeben.
1993 Laut Satzung wurde am 09. Juni eine Alters- und Ehrenabteilung gegründet.
1995 Am 1. Januar übergibt Zugführer Gerhard Wünsche den 1. Zug an den Kameraden Jens Schneider.
1996 Am 11. Juli übergibt der Zugführer Wolfgang Heinze den 2. Zug an den Kameraden Friedhard Köhler.
1997 Das Beerbergdepot, zur Unterbringung der alten Technik, haben wir von der Stadt wiederbekommen.
Wiederwahl der Wehrleitung.
1999 Der Obelisk, zu Ehren der verunglückten Kameraden wird im Depot aufgestellt.
Die erste Gründungsversammlung eines Fördervereins der Feuerwehr fand am 1.. September statt.
Am 17. Dezember würde aus Gründungmitgliedern der Vorstand gewählt.
2000 Die neue Feuerwehrsatzung tritt am 17. Januar in Kraft.
Am 20. Mai fand die erste Mitgliederversammlung vom “Förderverein der Freiwilligen Feuerwehr Neugersdorf e.V.” statt.
2001 Am 31. Januar war das erste Treffen der Arbeitsgruppe Historie mit 10 Mitgliedern.
Ein “Tag der offenen Tür” führte unsere Wehr am 19. Mai durch.
2002 12. April 18.00 Uhr, Hauptversammlung in „Rößlers- Ballsaal“ Neuwahl des Wehrleiter und des Feuerwehrausschusses. Neuer Wehrleiter wird Kamerad Torsten Kriegel, seine Stellvertreter wurde Kamerad Marko Meyer und Jürgen Kriegel.
Die Leitung des Spielmannszuges wird offiziell von Kamerad Jürgen Kriegel an Kamerad Torsten Neumann übergeben.
15. November, zwei Kameraden und ein Vertreter von der Stadtverwaltung haben ein neues TLF 45/W aus Dissen am Teutoburger Wald für unsere Wehr geholt.
22.Dezember, Sonntag Vormittag 10.00 Uhr, auf den Depot wird der Schlüssel für das Neue Tanklöschfahrzeug (Wald) TLF 45/W von der Bürgermeisterin Verena Kühne an die Wehr übergeben.
2003 Ab 17. März, das TLF 45/W, ist für den Einsatz frei gegeben worden.
Vom 9. bis 11. Mai, ist eine kleine Delegation zum 110jährigen bestehen der Feuerwehr unsere Partnerstadt in Polen im ehemaligen Schlesien nach Krapkowice – Krappitz, Landkreis Opole (Oppeln) gefahren um das TLF 16 – W 50. offiziell zu übergeben.
2004 Am 14. Februar 1. Treffen der Feuerwehrhistoriker im Gerätehaus der Freiwilligen Feuerwehr in Olbersdorf.
Am 17. April war in der „Lampelburg“ die fünfte Mitgliederversammlung des Förderverein mit Vorstandsneuwahl.
In der Zeit vom 30. April bis zum 2. Mai weilte der Spielmannszug in Krapkowice
2006 In diesem Jahr wurde ein Tag der offenen Tür durchgeführt.
2008 Am 24.05.2008 führte die Freiwillige Feuerwehr Neugersdorf einen “Tag der offenen Tür durch”
2009 Am 10. Februar ist der Hauptbrandmeister Kamerad Meusel Siegfried, kurz vor seinen 73ten Geburtstag verstorben. Kamerad Meusel war der letzte Wehrleiter der Freiwilligen Betriebsfeuerwehr von CG. Hoffmann (Lautex) in Neugersdorf.